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Gemeinde Choroszcz


16-070 Choroszcz
ul. Dominikañska 2
Tel. (085) 719 10 12
Fax: (085) 719 18 39


Internet:
www.choroszcz.pl
Email:
umchoroszcz@op.pl

Gemeindefläche: 164 km²
Einwohnerzahl: 12 500
Haushaltsanzahl: 973


 

Die Gemeinde Choroszcz gehört zu den am besten entwickelten Gemeinden in der Wojewodschaft Podlasie. Im Jahre 2004 wurde sie zur Preisträgerin des von der Gazeta Wyborcza durchgeführten Rankings „Traumgemeinde von Podlasie” gewählt.

 

Fast alle Haushalte in der  Gemeinde verfügen über  Telefonanschlüsse und sind an das öffentliche Wassernetz angeschlossen. In Choroszcz ist eine moderne Abwasserreinigungsanlage in Betrieb. Auch die Kanalisation wird allmählich realisiert. Die Gemeindevertreter überlegen die Möglichkeit eine Gasleitung hierher zuführen zu lassen. Die größte Investition der letzten Jahre ist der Bau eines Gymnasiums mit einer Sporthalle in Choroszcz. Es ist ein modernes Bildungszentrum mit 18 Räumen, Bibliothek, Radio- und Fernsehnetz. Das Gymnasium ist mit Gebäudemonitoring ausgestattet. In Choroszcz wurde ebenso ein Liceum gegründet, das künftig in einem historischen Gebäude niedergelassen wird. Das Gebäude wurde der Gemeinde noch vom Fabrikanten Moes für Bildungszwecke geschenkt worden. In Kruszewo wurde wiederum ein Gebäude mit den Mitteln der Stiftung Euro Nature saniert und als Küche und Mensa „der Grünen Schule” adaptiert.

 

Choroszcz hat eine schöne geographische Lage – die Ortschaft liegt an der Kommunikationsstraße Warschau-Bia³ystok. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Narew Nationalpark. Die Gemeinde möchte die gute Lage und die Nachbarschaft mit der Hauptstadt der Wojewodschaft Bia³ystok nutzen. Ihre Vögte sind überzeugt, dass diese Region der Investitionen wert ist. Für diese Zwecke wurden die an der Kommunikationsstraße anlegenden Grundstücke für Dienstleistungen, Handels- und Gewerbeaktivitäten zur Verfügung gestellt. Andere Investitionsangebote betreffen Grundstücke in Choroszcz sowie in der Vorortszone von Bia³ystok, wo Wohnhäuser gebaut werden. Der verabredete Plan der Bewirtschaftung des Gebiets ist einmalig in Polen – es ist ein komplexer Plan, der die ganze Gemeindefläche umfasst.

 

Besondere touristische Möglichkeiten in der Gemeinde Choroszcz und ihre ursprüngliche Natur locken alle, die Ruhe und Naturnähe suchen. Sie können dabei interessante sehenswerte Winkel und historische Plätze besichtigen. Hier befinden sich Sehenswürdigkeiten und Wanderpfade, die durch reizvolle Gegenden des Narew Nationalparks führen. Ein breites Übernachtungs- und Gastronomieangebot steht stets zur Verfügung. Bald wird das Gemeinderat einen Fahrradweg planen, der durch die interessantesten Ortschaften am Flussgebiet von Narew liegen: aus Choroszcz durch schöne Kruszewo bis zum Sitz des Narew Nationalparks in Kurowo. Die Fahrradfahrer können nicht nur die wunderbaren Aussichten bewundern, aber auch den Fluss Narew übersetzen. Die Regierung von Choroszcz ist auf die Idee gekommen, einen speziellen Steg von Kruszewo nach Kurow zu bauen. Das Übersetzen über den Fluss mit dem Fahrrad wird mit Sicherheit zum unvergesslichen Erlebnis. Von der Hängebrücke wird man auch die Narew-Landschaften bewundern können. Eine besondere Attraktion wird bestimmt der geplante Reiterweg entlang der Straße Richtung Kruszewo sein. Kruszewo ist ein Dorf, das am westlichen Rand der Gemeinde Choroszcz liegt und die schönsten Aussichten im Narew Nationalpark hat. Vom Anlegeplatz für Angler und für Paddelboote, die am Giebelfeld einer alten Brücke aus dem Jahre 1928 situiert ist, verbreitet sich die Aussicht auf Kurowo und die Schanze Kozio³ek. Sehenswürdig ist auch eine aus Ziegel und Stein gebaute Kapelle aus dem 18. Jahrhundert, die außerhalb des Dorfes liegt, wie auch eine nie in Betrieb gesetzte holländische Windmühle aus dem Jahre 1936.

 

Die vielfältige Tradition von ¦liwna ist leider in keiner Sehenswürdigkeit erhalten geblieben. Jedoch stand hier im 18. Jahrhundert die prächtige Residenz Orsettich, die aus Palast, Gärten und drei Wasserkanälen bestand. Im 19. Jahrhundert gehörte sie Zygmunt Krasiñski.

 

An der Straße von Choroszcz nach Kruszewo breiten sich Kameshügeln aus, die eine interessante Geschichte haben. Sie werden Babia Góra genannt. Ihre natürliche Pflanzenwelt bildet der Laubwald mit kleinblättriger Linde und einige unter Schutz stehende Pflanzen. Wahrscheinlich befand sich hier der heilige Heidenhain, wo Opfer zur Verehrung Gottes ¦wiatowid gebracht wurden.

 

Eine der interessantesten Stellen der Gemeinde Choroszcz ist der Hügel "Szubienica", genannt (Der Galgen). Hier steht ein großes Denkmal, das den Aufständischen des Jahres 1863 gewidmet ist.

 

Die Geschichte von Choroszcz reicht bis in das 15. Jahrhundert, als der Tykociner Dorfschulze Piotr aus Gumowo auf dem heutigen Gemeindegebiet eine Siedlung gegründet hatte. Später als Eigentum von Familie Chodkiewicz erwarb die Siedlung Stadtrechte. Im 17. Jahrhundert lies der damalige Eigentümer von Choroszcz Miko³aj Paca, der aus einer berühmten litauischen Familie stammte, Dominikaner in die Stadt kommen. Die zwei ersten der gegründeten Kirchen mit Klostergebäuden wurden zerstört: Im Jahre 1683, als die Stadt ein großer Brand heimgesucht hatte und im Jahre 1707 in den Wirren des Nordkrieges. Die dritte Kirche wurde im Jahre 1756 durch den nächsten Eigentümer Jan Klemens Branicki gestiftet, aber woanders platziert. Diesmal war das ein fester gemauerter Bau in Hufeisenform gebaut und im Barock Stil. Innen war die Kirche reich verziert im Rokokostil. Bis zum Novemberaufstand betrieben die Dominikaner eine aktive Seelsorge-, Prediger- und Bildungstätigkeiten. Danach wurden sie durch die Zarenherrschaft aus Choroszcz vertrieben. Ihre Schule bereitete danach die Kandidaten zum Studium in der Krakauer Akademie vor und genoss einen großen Ruf in Podlasie. Die Bibliothek zählte einige Tausende Bände. Der Kirchen- und Klosterkomplex bewahrte leider nicht seine frühere prächtige Form; im Jahre 1915 wurden Kirche und Kloster ein Raub der Flammen eines verheerenden Brands. In Folge der späteren Restaurierung wurde der Gebäudekomplex leider erheblich verkleinert.  

 

Die Geschichte der Sommerresidenz in Choroszcz reicht zurück bis ins Jahr 1709, als sie dem Hetman Jan Klemens Branicki gehörte. Für die Sommerresidenz wählte der Hetman eine Stelle am rechten Ufer von Horodnianka, naher der Mündung in den Fluss Narew. Das Schloss wurde in den Jahren 1725-30 auf einer künstlichen Insel gebaut, deren Gründung hohe Kosten verursachte. Es war ein spätbarockes Schmuckstück nach Art der Landresidenzen der französischen Magnaten. Da das Schloss auf feuchtem Boden stand, war es dem allmählichen Verfall ausgesetzt. Deshalb wurde es im Jahre 1757 abgerissen und an seiner Stelle ein neues, fast identisches Gebäude errichtet. Um die zahlreichen berühmten Gäste bewirten zu können, wurden rund um das Schloss zusätzliche Gästehäuser und Hintergebäude gebaut. Zur Residenz gehörten außerdem ein Obstgärten hinter dem Haus, ein Garten im französischen Stil und ein Kanal, an dessen Ende sich ein künstlicher Hügel erhob, der „Parnas” genannt wurde. Das Choroszczer Schloss entzückte mit dem ausgefallenen Geschmack und Pracht. Die vordere Fassade wurde mit Flachreliefen und Büsten auf Kragsteinen, Tamapnonen mit Wappenkartuschen von Branickis und Poniatowskis geschmückt. Die Innenausstattung löste ebenso große Bewunderung aus: Marmorböden und Kamine, Fußböden aus Eichenholz, große Spiegel mit zieselierten Rahmen, vergoldete Wandlampen und Leuchter, Gemälde und stilvolle Möbel in allerbester Qualität. Nachdem der Hetman Branicki ohne Nachkommen gestorben war, ging die Glanzzeit des Schlosses zu Ende. Im Jahre 1840 kaufte der Fabrikant Christian Moes das heruntergekommene Besitztum, der die Gebäude für die Zwecke der Textilfabrik umbauen ließ. Diese Veränderungen verwischten die ursprüngliche Raumanordnung und die Gestalt des Schlosses. Im Krieg im Jahre 1915 wurden die Gebäude erheblich beschädigt. Ihr Wiederaufbau wurde erst in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder aufgenommen. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Magnatenresidenz wurden zum Sitz des Museums für Palastinnenaustattung. Die rekonstruierten ausgestellten Möbelstücke zeigen die Gestaltenevolution von barocken, schweren Exponaten, durch Rokokogegenstände bis zum eleganten Stil Ludwigs XVI. Die Ausstellung ist um zahlreiche Skulpturen, Porzellangegenstände, historische Uhren, Leuchter und Teppiche ergänzt.

 

 

 
   

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