Geografie
LGD N.A.R.E.W. ist auf dem Gebiet von
sieben Gemeinden der Podlasie Wojewodschaft aktiv, die zum Narew
Nationalpark gehören: Choroszcz, Kobylin Borzymy, £apy, Soko³y,
Sura¿, Turo¶ñ Ko¶cielna und Tykocin. Der Nationalpark umfasst das
sumpfige Narew-Tal, von Sura¿ bis Rzêdziany und hat eine Fläche von
6810 ha. Den besonderen natürlichen Wert des Gebiets bildet die
ursprüngliche Natur, breitflächige Sümpfe, Moorgebiete und
einzigartiges System des Flusstals Narew. Das Flusstal gestaltet mit
seinen vielen Korridoren ein einmaliges, in Polen und in Europa,
kompliziertes Verbindungsnetz, das Polnische Amazone genannt wird.
Das Gebiet der sieben Gemeinden LGD
N.A.R.E.W. liegt in der Mitte der Podlasie Wojewodschaft. Im Osten
grenzt es mit der Stadt und der Gemeinde Bia³ystok, die ein
industrielles, wirtschaftliches, kulturelles Hauptzentrum sowie ein
Handels- und Bildungszentrum ist. Die Gemeinde Bia³ystok beeinflusst
deutlich die benachbarten Gemeinden. Fünf der Gemeinden von der
Partnerschaft N.A.R.E.W. liegen auf dem Gebiet des Landkreises von
Bia³ystok und nur die Gemeinden Soko³y und Kobylin Borzymy auf dem
Gebiet des Nachbarlandkreises Wysokie Mazowieckie.
Das Tal von Ober-Narew ist eine der
acht geomorphologischen Landschaften der Tiefebene Nordpodlasie. Vom
Norden grenzt es mit dem Talkessel von Biebrza, vom Osten mit der
Bia³ostocker Hochebene, vom Süden mit der Ebene von Bielsko und
schließlich vom Westen mit der Obermasowien-Hochebene.

CHARAKTERISTIK
Die Flächengestaltung der Tiefebene von Nordpodlasie, die zum
Flussgebiet der Narew gehört, fand durch die Gletscheraktivitäten
während der mittelpolnischen Vergletscherung etwa vor 200 000 Jahren
statt. Es ist eine Tiefebene. Die Hügel haben lediglich eine relativ
kleine Höhe. Es gibt wenige Seen und die vorhandenen befinden sich
ihrerseits im letzten Zuwachsstadium mit Pflanzen. Das ganze Gebiet
liegt im Narew-Flussgebiet, das für die polnischen Tiefebenen
charakteristisch ist. Dies zeigt sich im maximalen Wasserstand und
Wasserdurchfluss im Frühjahr während der Schneeverschmeltzung sowie
im zweitrangigen Maximum in den Sommermonaten.
Das Tal von der Ober-Narew, vor allem
die Strecke auf dem Gebiet von LGD N.A.R.E.W., bildete sich
innerhalb einer ziemlich breiten aber nicht besonders tiefen Senke
heraus. Das Tal von der Ober-Narew umfasst eine Fläche von etwa 480
km², das Gebiet von LGD N.A.R.E.W. beträgt dagegen 990,96 km². Es
besteht aus drei grundlegenden Teilen. Wobei das mittlere Flussteil
ist der interessanteste und reichste an Natur. Er liegt auf dem
Gebiet von LGD von Sura¿ bis zu ¯ó³tek. Das dortige Flussgebiet wird
als eine Natursonderbarkeit in diesem Teil Europas genannt. Die
Narew fließt hier in Richtung Süd-Nord, biegt oft ab und teilt das
Tal mehrmals in viele voneinander ausgehende und wieder sich
verbindene Flusskorridore. Dadurch ist der Fluss Narew auch als ein
Geflechtfluss bekannt. Der Talboden ist vertorft. Charakteristisch
für diesen Talteil ist das Vorkommen von vielen Krümmungen,
Durchbrüchen und Becken.
Das Klima von Nord-Ost Polens hat
einen kontinentalen Charakter und gehört zum kältesten im Land. Die
durchnittliche jährliche Temperatur schwankt zwischen 6,6 und 6,9
°C, die durchnittliche Temperatur im Sommer (Juli und August)
beträgt 18,5°C. Der Winter ist verhältnismäßig lang und frostig, mit
der durchnittlichen Temperatur von -6°C. Der durchnittliche
frostfreie Zeitraum in der Umgebung von Bia³ystok dauert 155 Tage.
Die letzten Frosttage kommen noch in den letzten zehn Tagen im Mai
mit einer 11-tätigen Abweichung vor. Dominant ist hier die polare
Meeresluft. Die Vegetationszeit fängt am 10. April an und endet am
25. November mit einer Abweichung von 8 Tagen. Im Allgemeinen
unterscheiden sich die Temperatur- und Klimabedinungen im Narew Tal
nicht besonders von den anliegenden Gebieten.
Das Gebiet von LGD N.A.R.E.W. ist
nicht reich an Mineralrohstoffen. Hier lassen sich keine natürlichen
Lagerstätten feststellen wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder
Erdgas u.a. Am meisten sind hier solche Naturbodenschätze wie Sand,
Kiessand, Lehm- und Lettenbodenschätze sowie Lager von Seekreide
vorhanden. Wesentlich ist dabei eine entsprechende, dem Umweltschutz
gemäße Gewinnung dieser Rohstoffe. Man sollte den negativen Einfluss
der Tagebaumethode in der Gewinnung des Zuschlagsstoffes für die
Landschaft minimalisieren und den ausgebeuteten Abbauraum wieder
rekultivieren. Ein wichtiger Bodenschatz stellen in der Region die
Torfflötzen dar. Die meisten befinden sich auf dem Gebiet des Narew
Nationalparks und sind mit dem Exploationsverbot umfasst. Außerhalb
des geschützten Gebiets wird dieser Rohstoff in sehr geringem Maße
gewonnen. Der größte Reichtum des Gebiets bildet jedoch die saubere
Luft und das reine Wasser. Hier kann man seltene Pflanzen- und
Tiergattungen beobachten.
Die größte Strömung in der Region LGD
ist der Fluss Narew und seine Nebenflüsse: Nere¶l, ¦lina, Kurówka
auf dem Gemeindegebiet von Tykocin. In der Gemeinde Sura¿ bildet der
Fluss Liza die Hauptströmmung (außer Narew) und das Netz von
unbekannten Strömmungen, die mit den Meliorationsgruben verbunden
werden. Das hydrografische Netz schaffen in der Gemeinde Turo¶ñ
Ko¶cielna zusammen mit der Narew folgende Flüsse: Czaplinianka,
Turo¶nianka, Gr±dówka, Kowalówka und Niewodniczanka. In der Gemeinde
Choroszcz fließen hauptsächlich solche Nebenflüsse von der Narew wie
Supra¶l und Horodnianka, zahlreiche Meliorationsgruben, welche das
Wasser direkt zum Fluss Narew abführen.
Auf die Qualität der auf dem LGD
N.A.R.E.W. Gebiet vorkommenen Gewässer hat das Handeln des Menschen
einen großten Einfluss. Heute hängt die Qualität des Wassers von der
Narew und den Nebenflüssen im großen Maß von der Quantität und der
Qualität des ausgeschiedenen Abwassers ab.
Die allgemeinen Analysen zeigen, dass
die Wasserqualität besser geworden ist. Dies ist auf das Fehlen von
großen, problematischen Industriebetrieben, auf die konsequente
Politik des Wasserschutzes, auf den Bau von modernen
Abwasserreinigungsanlagen und Kanalisation zurückzuführen. Hier
dominiert das Wasser der zweiten und dritten Sauberkeitsklasse. Das
Wasser außerhalb der Klassen kommt lediglich im Mäßpoint am
Nebenfluss Horodnianki vor, der unterhalb der Stadt Choroszcz liegt.
Wenn es um den Bestand des
Untergrundwassers geht, ist das Gebiet LGD N.A.R.E.W. in dieser
Hinsicht nicht reich. Das Untergrundwasser mit der
Gebrauchsbedeutung kommt hauptsächlich in der sand-kiesigen Gebilde
aus dem Quartät und dem Tertiär vor. Die wasserführende Schicht
umfasst meistens die Tiefe von 120 bis 250 m. Eine begrenzte Zahl
der Wasserbestände weist auf die Notwendigkeit der konsequent
geführten Quantitätsschutzpolitik bezüglich der Bestände, sowohl der
Oberfläche als auch des Untergrunds.