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Gemeinde Soko³y


18-218 Soko³y
ul. Rynek Mickiewicza 10
Tel.: (085) 476 30 10
Fax: (085) 476 30 12


Email:
ugsokoly@poczta.onet.pl

Gemeindefläche: 156 km²
Einwohnerzahl: 6 144
Haushaltsanzahl: 173


 

Das Dorf Soko³y entstand im 14. Jahrhundert an der Kreuzung von Handelswegen. Im Jahre 1546 wurde hier eine Pffarei gegründet. In den Jahren 1659-1815 bekam das Dorf mehrmals bestätigte und verbreitete Vorrechte für Märkte. Im 19. und 20. Jahrhundert, als es vor allem von der jüdischen Bevölkerung bewohnt war, die sich mit Handel beschäftigte, bekam das Dorf Soko³y zwei Mal die Stadtrechte. Diese verlor es im Jahre 1950. Im II. Weltkrieg wurde der Großteil der jüdischen Bevölkerung in den Konzentrationslager Treblinka verschleppt. Die im Dorf erhaltenen Sehenswürdigkeiten stammen meistens aus dem 19. Jahrhundert. Dazu gehört ein gemauerter Pffarspeicher etwa aus dem Jahr 1830, ein Holzpffarhaus mit Kammkontruktion und mit einem Walmdach bedeckt, eine auf dem Friedhof platzierte Kreuzerhöhungskirche und eine daneben stehende Glocke aus dem Dorf Tykocin. Auf dem römisch-katholischen Friedhof befindet sich das Grab von Karol Gloger, einem polnischen Offizier aus dem Novemberaufstand, der ein Onkel von Zygmunt Gloger, einem bekannten Ethnografen und Heimatforscher war. Die heutige in den Jahren 1906-12 gebaute Kirche ist im gleichförmigen neogotischen Stil. Das Gemeindegebiet Soko³y ist von der Natur her sehr vielfältig, was es dem nah gelegenen Narew Nationalpark verdankt. Hier kann man einmalige Tiergattungen treffen wie Seggenrohrsänger, Wachtelkönig, einen schwarzen Storch, Krickente, Schreiadler, einen europäischen Maulwurf, Hermelin, Wiesel, Samtspitzmaus, Wassermolche, Tieflandlurche, Knoblauchkröte. Außerdem kann man hier einen wunderschönen Spaziergang der Lindenallee entlang im Krzy¿ewo unternehmen, die bis zum Landwirtschaftsschule führt.

 

Der Gemeindevorstand arbeiten sehr aktiv für die Erhaltung der natürlichen und ökologischen Umwelt. Um dies zu erreichen und zu pflegen, ergreift er verschiedene Initiativen. In Soko³y wurde die Abwasserreinigungsanlage modernisiert, in fünf Dörfern wurde die Sanitärkanalisation gebaut, die Kohlenkraftwerke mit Ölkraftwerken ersetzt, was die schädliche Treibstoffemission in die Atmosphäre deutlich verringert hat. Im Jahr 2004 wurden außerdem 11 kleine Pilotkläranlagen bei Haushalten gebaut. Ihre Technologie beruht auf Pflanzfiltern und auf Denitrifikationsteichen. Das Haushaltsabwasser fließt zum Fäulnisbecken, wo die Vorreinigung stattfindet. Dann fließt es zur Umpumpanlage. Von hier wird es auf einen Pflanzenfilter gefördert, wo die Grundreinigungsprozesse stattfinden. Der Filter wird mit einer Dränage entwässert. Das Restabwasser fließt dann in den Denitrifikationsteich. Hier wird es nochmal gereinigt. Ein Teil vom gereinigten Abwasser drängt in den Boden durch, der andere Teil dagegen verdunstet und geht in die Atmosphäre. Bis zum Jahr 2010 ist die Realisierung von 1000 solchen Kläranlagen in der Gemeine Soko³y geplant. Im Jahr 2007 wird wiederum die Modernisierung des Abfalllagerplatzes zu Ende gebracht. Das Umweltbewusstsein wird nicht nur von den Gemeindevertretern gefördert, aber findet auch eine lebhafte Unterstützung von den Einwohnern selbst. Jedes Jahr wird im September die Aktion „Das Aufräumen der Welt” organisiert, an der aktiv etwa 300 Schüler aus Grund- und Oberschulen teilnehmen. In der Gemeinde wird auch das Projekt „Lokalagenda 21 – Narew” eingeleitet, das sich die ausgeglichene Entwicklung der Gebiete am Fluss Narew zum Ziel gemacht hat. Das Projekt hat vor, die Mülltrennung einzuführen, die Müllproduktion zu verringern und das ökologische Bewusstsein zu erhöhen.

 

Das Dorf Waniewo wurde an der Stelle des ehemaligen Übergangs über den Fluss Narew im 15. Jahrhundert gegründet. Als Zentrum des Guts der Familie Radziwi³³ erlangte das Dorf für etwa 200 Jahre den Stadtstatus, der es zur Mauteinnahme berechtigte. Im Laufe der Zeit änderte das Gut oft den Besitzer; das Dorf verarmte und mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts unterschied sich von den benachbarten Siedlungen nur durch den Besitz einer Kirche. Der alte städtische Charakter der Ortschaft ging in Vergessenheit. Der erhaltene Teil bildet heute eine historische Attraktion. Zu den verbliebenen Sehenswürdigkeiten gehören: Die im Jahre 1887 gebaute Marias Himmelfahrtskirche im neoromanischen Stil mit einer Glocke und einem Holzpffarhaus, der katholische um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert gegründete Friedhof mit vielen interessanten Grabsteinen und einer Kapelle aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zwei historische Straßenkapellen, des Besorgten Christus und der Mutter Gottes wie auch eine altertümliche Vorratskammer aus dem 19. Jahrhundert, welche auf dem Bauernhof Nummer 8 steht.

 

In der Nachbarschaft von Waniewo befindet sich eine noch nicht geforschte Siedlung „Zamczysko" (das Schloss), eine legendäre Stelle, wo das Schloss der Familie Radziwi³³ stand und über den Übergang durch den Fluss Narew wachte. Wegen des geringen Unterschieds des Wasserspiegels und damit des langsamen Wasserfließens formt sich der Tieffluss Narew in zahlreiche Flussschleifen, -arme und breite Flussgebiete, die das ganze Jahr hindurch bestehen. Eins solcher breiten und pittoresken Flussgebiete befindet sich in der Gegend von Waniewo auf dem Gebiet des Narew Nationalparks. Der viele Flussarme verknüpfende Wasserweg verbindet Wieniawo mit dem nah gelegenen Kurowo. Alle, die von einem Urlaub weit vom städtischen Lärm und überfüllten Kurorten träumen, finden hier Stille, unvergessliche Landschaften und die Möglichkeit mit einer nicht verschmutzten, ursprünglichen Natur zusammen zu sein. Am Landungssteg in Wieniawo warten auf die Touristen die Überfahrer von Stechkahnen, also Flachbrettsbooten, die durch das Abstoßen vom Flussboden mit einer langen Stange fortbewegt werden.

 

Ein besonderes Gebäude in der Gemeinde Soko³y ist die Stefania Karpowicz-Landwirtschaftsschule in Krzy¿ewo. Die Besonderheit dieser Bildungsstelle beruht auf ihrer Geschichte: Nach der Niederlage des Januaraufstands wurden die niederen Landwirtschaftsschulen im Königreich Polen geschlossen. Erst die Bemühungen der Erbin von Krzy¿ewo, Stefania Karpowicz, ermöglichten eine Schuleröffnung im Jahre 1913. Die Erbin opferte für dieses Ziel ihr Eigentum und den größeren Teil ihres Lebens auf. Diese Schule, die während der ungünstigen Zeit der polnischen Teilung entstand, arbeitet bis heute. Regelmäßig seit vielen Jahren werden kulturell-sportliche Veranstaltungen organisiert. Sie erfreuen sich eines großen Interesses der Gemeindeeinwohner und auch anderer Besucher. Dazu gehören solche Feste wie: „Begrüßung des Sommers”, „Waniewo - Ablassfeier – Natur”, die zusammen mit musikalischen Begegnungen mit der Natur, dem „Fraziskusfest” organisiert werden. Des Weiteren findet auch ein nicht konventioneller Wettbewerb im Spielen auf den Naturgaben, ein Fest „Abschied von den Sommerferien” und eine Sportveranstaltung „Unabhängigkeitslauf” statt. 

 

Neu entstandene Betriebe auf dem Gebiet der Gemeinde:

  1. Betrieb der Fleischverarbeitung „Leckere” in Soko³y, an der Stelle des geschlossenen Milchbetriebs aufgebaut

  2. Nichtöffentliche Pflege- und Betreuungsstätte „PODLASIE” in Dworaki-Sta¶ki, im alten Schulgebäude eröffnet 

  3. Sortierungsraum der Kleidungsstücke in Rz±ce, im alten Schulgebäude platziert

 
 

 
   

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